Bindungsanalyse nach Hidas & Raffai
Vertiefung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung
Die Mutter-Kind-Bindungsanalyse lädt schwangere Frauen ein, zu ihrem noch nicht geborenen Kind eine tiefe Beziehung aufzunehmen.
Das ungeborene Kind erlebt sich durch die Bindungsanalyse von Anfang an in seiner Persönlichkeit wahrgenommen und geachtet. Es entsteht für das Baby ein „sicherer psychischer Raum“. In diesem kann das Kind ein klares Gefühl für sein körperliches und psychisches Selbst entwickeln.
Bisherige Erfahrungen zeigen die positiven Auswirkungen auf Baby und Mutter:
- geringere Geburtsbelastungen für Mutter und Kind (u.a. signifikant niedrigere Kaiserschnitt- und Frühgeburtsrate, sehr seltenes Auftreten von mütterlichen postpartalen Depressionen)
- nach der Geburt finden die Babys einen guten Zugang zu ihren bereits entwickelten Fähigkeiten, sind ausgeglichen und nehmen mit ihrer Umwelt Kontakt auf
- die Verständigung mit dem Baby nach der Geburt ist klar und gelingt intuitiv
Rendezvous zwischen Mutter und Baby
Idealerweise beginnt die Schwangerschaftsbegleitung ab der 14. Schwangerschaftswoche. Bei wöchentlichen Treffen wird ein geschützter Raum für ein Rendezvous zwischen Mutter und Baby geschaffen. Diese Zeit gehört nur den beiden und schafft die Möglichkeit, in tiefen Kontakt zu kommen.

» Jede Woche nehmen wir uns diesen Moment, um hinzuspüren: Was braucht die Mutter, was braucht das Baby?
Zu Beginn steht die Mutter im Fokus – ihre Erwartungen, ihre Vorgeschichte, ihre Bedürfnisse, ihre Emotionen.
In den weiteren Stunden, den Babystunden, gelangt man in den Körper hinein und kommt in Kontakt mit dem Kind im Bauch. Dabei geht es hauptsächlich darum, wirklich im Hier und Jetzt und im Körper anzukommen und den Alltag draußen zu lassen, die ganzen Stressfaktoren und den Verstand ein bisschen in die zweite Reihe zu stellen, um mit dem Bewusstsein im Körper und mit dem Baby zu sein.
Manche Frauen sehen dann vielleicht Bilder vom Baby, andere erleben die Verbindung als ein Gefühl oder manche haben plötzlich Gedanken, die sie gar nicht von sich kennen.
Durch meine Ausbildung habe ich gelernt, die Frauen da durchzuführen und so entsteht zwischen Mutter und Kind ein Austausch und ein Miteinander. Man lernt sich immer besser kennen.
Es ist ein wesentlicher Punkt dieser Methode, dass das Kind sich als eine Einheit mit der Mutter, aber trotzdem als eigenes Wesen wahrnimmt. Es weiß, meine Mama ist da, die kümmert sich.
Es geht darum, durch die Bindungsanalyse in Kontakt mit dem Baby zu treten und eine bewusste Verbindung aufzubauen. So kann die Mutter die Geburt aktiv gemeinsam mit ihrem Kind gestalten.

» Ich sage immer, wir sind eine Tanzschule. Wir schauen, dass Mutter und Kind Schritte für den Geburtswalzer lernen – und dann üben wir. Mit jeder Wiederholung werden wir sicherer, geschmeidiger und bewusster für den Ablauf der Geburt.
Und wenn das Baby dann entscheidet, ich schicke jetzt die Botenstoffe für die Wehen, dann gehen Mutter und Kind gemeinsam auf den Ball.
» Das ungeborene Kind erlebt sich durch die Bindungsanalyse von Anfang an in seiner Persönlichkeit wahrgenommen und geachtet. «